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By Katrina Pfundt

Der Umgang mit der HIV-Infektion wird nicht nur durch die gesellschaftliche Konstruktion der Infektion als Stigma, sondern gleichsam durch makropolitische Implikationen und Kräfteverhältnisse strukturiert. Die Zusammenführung empirisch-qualitativer Forschung ("narrative Interviews") mit dem von Foucault entwickelten Konzept der Gouvernementalität ermöglicht es zu zeigen, wie die medizinische, gesellschaftliche und biographische Regierung der HIV-Infektion verläuft und mit welchen Problematiken und Effekten dies für Betroffene verbunden ist. Im Mittelpunkt steht damit eine "Analytik der Machtbeziehungen" (Foucault), die Fremd- und Selbstführung in die Perspektive nimmt.

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Von Diskursen – nach foucaultschem Verständnis regelgeleitete Aussageformationen, die sich durch ihren „wirklichkeitserzeugenden Charakter“ (Pieper 2003a)43 auszeichnen – analysiert er jetzt vor dem Hintergrund der sich verändernden und transformierenden gesellschaftlichen „Kräfteverhältnisse“, die die Grundlage und Basis der Macht bilden (Foucault 1978c: 70; 1983: 113; Münker et al. ). Erst mit dieser Verortung seiner Untersuchungen in den gesellschaftspolitischen Kontext kann er sich der Frage zuwenden, wie sich die konstatierten Transformationen kognitiver Wissens- und Ordnungsstrukturen plausibilisieren und somit erklären lassen, und damit gleichsam dem „Vorwurf der Ungeschichtlichkeit“ entgegentreten mit der ihn Sarte konfrontiert hatte (Münker et al.

Münker et al. ). Aus diesen Überlegungen leitet Derrida (1967: 424), entgegen der Vorstellung des klassischen Strukturalismus, das Konzept zentrumsloser Strukturen ab, die er mit dem Begriff der „Dezentrierung“ – als Entsetzungen aus dem Zentrum – belegt (Frank 1984: 84). Die Absage an ein geschlossenes Zentrum ist für Derrida (1967: 425) mit der entscheidenden Konsequenz verbunden: „dass es kein transzendentales oder privilegiertes Signifikat gibt und dass das Feld oder das Spiel des Bezeichnens von nun an keine Grenzen mehr hat“.

2000: 28) – und damit als Form. ) schlussfolgert, dass sie nicht aus Letztelementen (Individuen oder einzelnen Handlungen) bestehe, die miteinander Verbindungen eingingen, sondern dass die einzelnen Elemente erst in einem Beziehungsgeflecht entstünden, und genauer: durch eine Position in einem Beziehungsgewebe, die sich von anderen Positionen abgrenze. Dieser Prämisse folgend rekurrieren Strukturalisten auf eine Analysemethode, die ihr Primat nicht länger auf die einzelnen „Glieder“ sozialer Tatsachen, sondern auf die Beziehungen zwischen den Gliedern eines Geflechts – auf ihre Struktur34 – richtet (Schi33 Als strukturalistischer Grundsatz gilt, dass Sinn und Bedeutung sich nur innerstrukturell bilden (Frank 1984: 125).

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